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Aus
der Reihe «Ästhetisierung
des Alltags»
Fr,
10. Februar 2006, 20 Uhr
Sylvia Rüttimann, Kunsthistorikerin, Bern
"Vom Alltag gezeichnet: Alltag und Alltagsdarstellung
in der zeitgenössischen Kunst"
Moderation: Peter Stohler Abstract
Vom Alltag gezeichnet.
Alltag und Alltagsdarstellung in der zeitgenössischen
Zeichnung Als die Zeichnung noch ein dienendes,
den anderen künstlerischen Gattungen unterstelltes
Medium war, bestand ihre Funktion hauptsächlich
darin, zur Darstellung des Motivs in einem anderen
Medium vorzubereiten. Die Künstler hielten mit
dem Zeichenstift oder der Tusche Ideen fest und
übten damit nicht nur die Darstellung der einzelnen
Figuren, sondern spielten auch kompositorische
Fragen des Werks durch. Dabei spielte häufig das
Kopieren von anderen Meisterwerken eine wichtige
Rolle. Schon bald jedoch wurde auch "nach der
Natur" gezeichnet, wobei eben auch die Darstellung
der alltäglichen Umgebung eine Rolle zu spielen
begann. Der Künstler hatte ein Skizzenbuch, in
dem er festhielt, was er sah - "Die Zeichnung
als Mittel der Beobachtung", wie ein gewichtiges
Buch zur Zeichnung darin ein ganzes Kapitel bezeichnete.
Auch heute noch hält sich oft die romantische
Vorstellung, dass der Künstler mit seinem Skizzenbuch
bewaffnet auf die Suche nach geeigneten Motiven
geht und alles festhält, was ihm unter den Bleistift
kommt. Tatsächlich hat sich natürlich die Vorstellung
von der Darstellung der Realität - und des Alltags
- in der Kunst grundlegend geändert und damit
auch das Aussehen der Zeichnung geprägt. Die verschiedensten
Vorgehensweisen und Auseinandersetzungen der Zeichnung
mit dem Alltag haben sich in letzter Zeit herausgeprägt.
Dabei geht es nun auch um eine Wechselwirkung
der Zeichnung mit dem Alltag als nur um dessen
Darstellung. Anhand von ausgewählten Beispielen
soll gezeigt werden, sie sich diese Wechselwirkung
manifestiert.
>Info
Sylvia Rüttimann
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