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Programm
2008 - 2009
Fr.
27. März 2009, 20 Uhr
JUNG-YEUN JANG, Malerin
(Basel)
im Gespräch mit Peter Stohler
Eine junge Frau, lasziv auf einer Bank sitzend,
eine Asiatin mit blond gefärbten Haaren beim Autowaschen.
Das sind Motive der aus Korea stammenden Malerin
Jung-Yeun Jang (geb. 1966), die an der Pariser
École Nationale Supérieure des Beaux-Arts studiert
hat.
Sie eignet sich Bildmaterial aus der Welt der
Werbung und der Mode an und spricht dennoch eine
sehr persönliche Sprache. Sie vermittelt Emotionen,
nicht zuletzt durch die Wahl ihrer Titel, die
zum Teil autobiografisch besetzt sind. Im Gespräch
benennt sie dieses Paradoxon: Sie könne etwas
ganz Persönliches auch mittels scheinbar banaler
Motive vermitteln. Dabei schwingt in ihrem Werk
die Thematik des Fremdseins immer mit. In der
Tat wirkt die Künstlerin innerhalb der Schweizer
Kunstszene wie eine Fremde, die ihren Auftritt
auch im Alltag im Sinne eines "Gesamtkunstwerks"
bis ins Detail pflegt. Ihre von Natur aus dunklen
Haare hat sie blond gefärbt, sie kleidet sich
farbenfroh und mit ausgesuchten Accessoires. Zudem
kennt Jung-Yeun Jang keine Berührungsängste im
Umgang mit Kitsch.
Seit ihr 2007 der Kunstpreis der Basellandschaftlichen
Kantonalbank verliehen wurde, erfährt ihre Arbeit
nun verstärkt nationale und internationale Beachtung.
(Textauszug aus: "Tomograph. Interviews with artists/Künstlerinnen
im Gespräch", Autor: Peter Stohler, hrsg. von
Winfried Stürzl, Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart
2009, Buchvernissage gem. Ankündigung)
>Infos zu Jung-Yeun
Jang
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