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Aus
der Reihe «Grenzen-los»
Fr,
1. September 2006, 20 Uhr
Judith Schönenberger, Künstlerin,
Bern
im Gespräch über Geschlechter-Grenzen und Fotografie
Moderation: Sylvia Rüttimann und Peter Stohler
in Zusammenhang mit der Ausstellung "Reiz & Risiko
/ Risk & Allure" im HAUS FÜR KUNST URI, Altdorf
(bis 24.9.2006)
Die Fotoarbeiten von Judith Schönenberger (geb.1977,
Zürich) faszinieren durch den Reiz des vermeintlich
Authentischen. Dabei geraten die scheinbar verbindlichen
Kategorien von "echt" und "falsch", "Oberfläche"
und "Kern", "Original" und "Imitation", "weiblich"
und "männlich" gehörig durcheinander. Für ihr
Fotoprojekt "Gender Identity" (2003) hat sie neun
Modelle gebeten, sich fotografieren zu lassen.
Sie blicken selbstbewusst, wenn auch unaufdringlich
in die Kamera. Die fast lebensgrossen, in typologischer
Manier aufgenommenen Fotografien irritieren dadurch,
dass sie zwar nüchtern zu dokumentieren scheinen,
an Körper, Kleidung und Pose aber nicht immer
klar auszumachen ist, ob der oder die Fotografierte
nun als Mann oder Frau zu sehen ist. Auch wenn
nur eine der Fotografierten sich ihrer Oberkleidung
entledigt, eine Form von Entblössung stellen diese
intensiven Fotografien alle dar. Das braucht Mut
- nicht nur von der Fotografin, sondern auch von
denen, die sich der jungen Schweizer Fotografin
für ihr Diplomprojekt als Modelle zur Verfügung
gestellt haben.
Peter Stohler (aus: "Reiz&Risiko", Arnoldsche
Art Publishers, Stuttgart 2006)
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zu Judith Schönenberger
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