|
Aus
der Reihe «TRANSFORMER»
Fr,
25. Januar 2008, 20 Uhr
Christine Jenny, Kunsthistorikerin,
Zürich
Vortrag "Water", " Drift"
and "River Find" - Transformation im
Werk von Richard Tuttle"
Moderation: Anja Reincke
Der Amerikaner Richard Tuttle (Jg. 1941) gehört
unter den zeitgenössischen Künstlern zu den einzelgängerischen
"Poeten". Wie kaum ein anderer wandelt er bestehende
Werkformen immer wieder aufs Neue ab. Doch sein
Werk bildet trotz der Vielfältigkeit und Brüchstückhaftigkeit
ein Ganzes.
1965 stellte Richard Tuttle in seiner ersten Einzelausstellung
bei der Betty Parsons Gallery in New York die
"Constructed Paintings", 1964-1965, aus. Diese
refliefartigen an der Wand und am Boden platzierten
"Constructed Paintings" weckten auf Anhieb der
Interesse von engagierten Kunstkritikern wie Lucy
Lippard, Barbara Rose oder Carter Ratcliff und
wurden im Zusammenhang mit jener neuen künstlerischen
Tendenz, die sich in den sechziger Jahren auf
dem Feld der amerikanischen Skulptur abzeichnete
- eine Aesthetik, die die bestehenden medialen
Kategorien der Malerei und der Skulptur in Frage
stellte, sich über sie hinwegsetzte und alternative
Werkformen hervorbrachte - diskutiert.
Ausgehend von der Tradition der Transformation
der Gattungen werden in diesem Kurzvortrag zentrale
Transformkonstellationen im Werk von Richard Tuttle
- Anti-Form, Dematerialsisation - beleuchtet.
Der Akzent dieser Ausführungen liegt auf den Bildfindungen
der Jahre 1965-1975, doch wird Tuttles gesamtes
Oeuvre berücksichtig. Dr. Christine Jenny
>Infos zu Christine
Jenny
|